LCD / TFT - Technik und Anwendung

Moderne Flachbildschirme werden oft z.B. als "LCD-Fernseher" oder "TFT-Monitor" bezeichnet. Gemeint ist meist die selbe Technik, weshalb korrekterweise eine Bezeichung, wie TFT / LCD-Display angbracht wäre. LCD (= Liquid Crystal Display =Flüssigkristall Display) steht dabei für die Verwendung von Flüssigkristallen in den einzelnen Bildpunkten des Bildschirms und TFT (Thin Film Transistor = Dünnfilm-Transistor) für kleinste Transistor-Elemente, welche die Ausrichtung der Flüssigkristalle und damit deren Lichtdurchlässigkeit steuern.

LCD Schicht inaktiv = lichtdurchlässigEin LCD nutzt die optische Eigenschaft kleiner Kristalle, Licht in einem bestimmten Winkel abzulenken. Eine LCD-Zelle besteht aus zwei gegeneinander um 90° verdrehten Polarisationsfolien durch die per se kein Licht hindurch gelangen würde. Dazwischen befindet sich jedoch eine Schicht Flüssigkristalle, die so bemessen ist, daß sie im Urzustand Lichtwellen genau um 90° zurückdreht. Der Betrachter nimmt das Licht der am hinteren Teil des Monitors befindlichen Leuchtstoffröhren als "volles Leuchten" wahr.

LCD Schicht aktiv = lichtundurchlässigDurch Anlegen einer Spannung können die Flüssigkristalle jedoch dahingehend beeinflusst werden, daß sich ihr Abstrahlwinkel verändert, was wiederum für die LCD-Zelle eine verminderte Lichtdurchlässigkeit bis hin zur kompletten Undurchlässigkeit bedeutet.
Diese stufenlos regelbare Spannung wird auf einer mit Transistoren besetzte Folie - dem TFT-Element - erzeugt.

Im TFT-Element wird nicht nur die Gesamthelligkeit, sondern gleichzeitig die Farbwiedergabe des Bildes geregelt. Das Licht für jeden Bildpunkt durchläuft eine Farbzelle, die aus 3 nebeneinander liegenden Farbfiltern (Rot, Grün, Blau) bestehen. Jeder Filter ist mit einem separat ansteuerbaren Transistor ausgestattet - ein TFT mit 1024 x 768 Bildpunkten besitzt also genau 3 x 1024 x 768 Transistoren - der die Lichtdürchlässigkeit jedes Farbbestandteils regelt. Durch additive Farbmischung entsteht so eine von beispielsweise 16 Mio. verschiedenen Farbpixelvarianten aus denen sich das dann das Gesamtbild zusammensetzt.


Einsatz eines TFT / LCD Bildschirms

Für eine Anwendung als Informations-Display am Point of Interest (POI) sind Bildschirme mit LCD/TFT Technik bestens geeignet. Eine hohe Kontrastschärfe und vernünftige Farbqualität sind für die meisten Informations-Darstellungen ausreichend.
Zudem zählen ein geringer Platzbedarf, eine verminderte Strahlenemission, sowie ein reduzierter Stromverbrauch zu den Vorteilen, die LCD’s auch als "Digitaler Verkäufer" - sprich: kombiniertes Werbe- und Informationsmedium - am Point of Sales (POS) zur Ersten Wahl der Mittel zählen lassen.

Die Wiedergabe von Videosignalen, DVD’s oder Bildschirmpräsentationen sind auch gerade noch mit den Reaktionszeiten eines LCD/TFT-Displays vereinbar. Bei schnellen Bewegungen bei Fernsehbildern (z.B. Sport), PC- oder Videospielen, sind jedoch Plasmabildschirme besser geeignet, die ihre Stärken neben einer schnellen Reaktionszeit vor allem in der brillianten Leuchtkraft und der
TFT-Elementoriginären Farbwiedergabe ausspielen.